Essstörungen in Zeiten von Corona

Zu der besonders gefährdeten Gruppe gehören vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, dies vor allem deshalb, weil die Abwehrkräfte geschwächt sind.

Dies gilt nach Einschätzung der Fachberatungsstelle sMUTje/ Therapiehilfe e.V. und in Absprache mit kooperierenden Allgemeinmediziner_innen auch für Patient_innen mit Essstörungen. Dies wurde nun auch von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz bestätigt. Laut ärztlicher Einschätzung sind insbesondere stark untergewichtige Personen durch Infektionen besonders gefährdet. Häufig ist die Abwehr geschwächt und die Leukozytenzahl stark gemindert.

Es gilt also für alle Untergewichtigen, wie auch für die ältere Bevölkerung, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und sich bei den einschlägigen Symptomen als Risikogruppe sofort an ihre Hausarztpraxis zu wenden.

Da es bisher keine Forschung zu den Auswirkungen der Infektion gibt, würden wir Gleiches auch Menschen mit allen anderen Formen von Essstörungen raten. Auch wenn Sie noch normalgewichtig sind aber in kurzer Zeit viel Gewicht verloren haben oder z.B. nach Essanfällen regelmäßig erbrechen, ist Ihr Körper geschwächt und ggf. unterversorgt.

Bitte beachten Sie dies auch, wenn Sie als Person aus Familie und sozialem Umfeld, Kontakt zu Menschen mit Essstörungen haben.

Die Universitätsklinik Schleswig Holstein startet, nach aktuellen Angaben des NDR, jetzt eine Studie zum Einfluss der Ernährung auf die Lungenkrankheit Covid-19. Es bestehe der begründete Verdacht, dass eine Mangelernährung ein Risikofaktor für einen schwereren Verlauf sei.

Hier die Pressemitteilung der Klinik: https://www.uksh.de/pi_20200331_Ern%C3%A4hrungsstudie-path-13576,9874,13830,182668.html