Beratung für Angehörige

Sie sind Eltern, Großeltern, Partner oder Partnerin, Freund oder Freundin einer Jugendlichen oder eines Jugendlichen mit Essstörungen?

Dann haben Sie sicherlich viele Fragen zur Erkrankung, zu Behandlungsmöglichkeiten und zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Vermutlich bewegen Sie Gefühle von großer Sorge, Hilflosigkeit, Ärger oder Traurigkeit.

Dann sollten Sie unsere persönliche oder telefonische Beratung nutzen. Sie erreichen uns entweder direkt unter 040-666 120 oder hinterlassen bitte eine Nachricht. Wir rufen Sie zurück.  Sie können aber auch direkt, ohne Voranmeldung in eine unsere offenen Beratungszeiten kommen. Die ersten drei Gespräche sind für Sie kostenfrei, danach erheben wir einen kleinen Unkostenbeitrag.

Diagnosekriterien der Anorexia nervosa (Magersucht)

  • Weigerung, das Minimum des für Alter und Körpergröße normalen Körpergewichts zu halten (weniger als 85 % des zu erwartenden Körpergewichts).
  • Starke Angst vor einer Gewichtszunahme, obwohl Untergewicht besteht.
  • Störungen in der Wahrnehmung von Figur und Körpergewicht, eigene Selbstbewertung ist übermäßig abhängig von Figur und Gewicht, oder Leugnen des Schweregrades des gegenwärtigen geringen Körpergewichts.
  • Amenorrhoe seit mindestens 3 Monaten.

Diagnosekriterien der  Bulimia nervosa

  • Wiederholte Episoden von „Fressattacken“ (große Mengen in kurzer Zeit) mit dem Gefühl des Kontrollverlustes.
  • Kompensatorische Verhaltensweisen zur Gewichtskontrolle, z.B. Erbrechen, Einnahme von Appetitzüglern oder Entwässerungstabletten, übermäßiger Sport, Fastenkuren
  • Heißhungeranfälle und kompensatorische Maßnahmen seit mindestens 3 Monaten und 2 Mal / Woche
  • Selbstbewertung übermäßig abhängig von Figur und Gewicht.

Diagnosekriterien für die Binge-Eating-Störung

  •  Wiederholte Episoden von „Fressanfällen“. Es besteht das Gefühl des Kontrollverlustes.
  • Hinzu kommen mindestens drei der folgenden Symptome:
  • Es wird wesentlich schneller gegessen als normal.
  • Es wird bis zu einem unangenehmen Völlegefühl gegessen.
  • Es werden große Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl gegessen.
  • Aufgrund von Schamgefühlen wegen der Menge wird allein gegessen.
  • Im Nachhinein treten Gefühle von Selbstekel, Deprimiertheit oder starker Schuld auf
  • Es besteht ein deutliches Leidensgefühl und die „Fressanfälle“ treten über sechs Monate an mindestens 2 Tagen in der Woche auf.

Neben diesen klar abzugrenzenden Diagnosen gibt es viele Vorformen und atypische Essstörungen.