Süchtig nach Muskeln

Unzufriedenheit mit sich selbst betrifft nicht nur Mädchen und Frauen, sondern auch Jungen und Männer. Das gesellschaftlich vermittelte Ideal erwartet von ihnen Sportlichkeit und einen muskulösen Körper. So besuchen schon 15-Jährige mehrmals wöchentlich Fitnessstudios und halten eiweißreiche Diäten. Doch auch bei ihnen kann es zu sogenannten Körperschemastörungen kommen, das heißt, sie sehen sich selbst als dünner und schmächtiger, als sie sind. Dies bahnt den Weg für noch exzessiveres Training und manchmal auch für die Bereitschaft, Gesundheitsrisiken einzugehen. Training bei Krankheit und ständige Überbeanspruchung des Körpers kann gefährlich werden. Doch auch die Bereitschaft, teils illegale Substanzen zu konsumieren, muss ernst genommen werden.

Ähnlich wie bei Menschen mit Essstörungen kann sich das Leben der Betroffenen immer mehr auf die Ausübung des Sportes und die auf das Ziel gerichtete Nahrungsaufnahme beschränken. Oft kommt auch Medikamentenmissbrauch hinzu.

Nur ist bei Jungen und Männern das Ziel nicht der Verlust von Gewicht, sondern das Zunehmen von Muskelmasse. In manchen Fitnessstudios wird mit anabolen Steroiden gehandelt. In Bodybuilder-Internetforen tauschen sich Menschen über die Beschaffung von verschreibungspflichtigen Medikamenten aus, die leistungssteigernd wirken. Der Handel mit Nahrungsergänzungsmitteln und Pulvernahrung für massiven Muskelaufbau findet nicht nur online, sondern auch in den Geschäften statt, die in den letzten Jahren häufig in der Nähe von Fitnessstudios zu finden sind.

Wir von sMUTje finden diesen Fitnesswahn und -markt besorgniserregend. Hinzu kommt, dass Jugendliche, die exzessiv Sport betreiben, dies selbst nicht als Problem wahrnehmen und sie dafür von Freunden und Eltern oft auch noch Anerkennung bekommen. Die Gefahren von Übertraining, Medikamentenmissbrauch und Schwarzmarktprodukten werden unterschätzt!

Dreht sich auch bei Ihrem Sohn, deinem Freund oder Kumpel alles nur noch um den Muskelaufbau? Kontaktieren Sie uns gern, informieren Sie sich. Dafür gibt es sMUTje.

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